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5
Sep
2006

Feuerwerk

Als ich die Tür zur Dachterrasse öffnete und hinaustrat, empfing mich eine laue Sommernacht. Die Stadt schlief schon. Vorsorglich hatte ich eine Taschenlampe eingesteckt, die brauchte ich aber nicht, weil die Stadt genug Licht spendete, dass ich zwischen den Gartenstühlen und Tischen ohne Probleme bewegen konnte. Zur meine linken strahlte der fast volle Mond über dem Rand einiger Wolken. Wie einsam es nachts auf dem Dach eines Hauses ist, und wie nahe man doch anderen Menschen kommen kann, wenn sie die Gardinen nicht vor die Fenster gezogen. Hinter einem Fenster, das zur Terass lag, sass einer der Bewohner vor seinem Rechner mit Kopfhörern auf dem Kopf, surfte im Internet. In einem Nachbarhaus konnte ich in ein erleuchtetes Wohnzimmer blicken. Wie konnten die alle nur so still sein, wussten sie nicht von dem Ereignis?

Ich spähte nach rechts über die Brüstung, wo sich die dunle Silhouette des Lousberges ab, ein bis zwei Kilometer entfernt. Ich stellte mich auf einen der Gartenstühle, um besser sehen zu können, was aber nicht nötig sein sollte. Kurz darauf öffnet sich zwei Dächer weiter eine Luke, aus der jemand seinen Kopf herausstrecke. Durch ein Fenster in der obersten Etage eines Hauses mit Flachdach, beobachtete ich, wie jemand einer Falltür zum Flachdach öffnet und eine Leiter herunterließ, über die einige Leute hoch kletterten. Ich hatte keine Uhr, bald musste es beginnen, vielleicht hörten die anderen Radio, WDR2 übertrag sollte es übertragen, mit Musikbegleitung.

Dann begann es, ohne Ankünding, leuchtete der Böller am Himmel auf, nach ein paar Sekunden der Explosionsknall, eine irritierende Wahrnehmung, erst sah ich die Wirkung, das Feuerwerk, dann hörte ich die Ursache, den Knall der Explosione. Rote, goldene Sterne schwärmten empor, sprühten Kaskaden funkelnder Blitze. Lichkugeln blähten sich auf, Fontänen in gelb und orange ergossen sich. Bald hing eine riesige Rauchwolke über dem Berg, als dunste eine Feuer speiender Drache aus Bäumen aus, glühte blassrot, der Qualm erinnerte die Spur der Sterne. glühende Libellen schwirrten durch die Luf, jackten flackernde Schmetterlinge.

"Das ist doch nicht von dem Reitturnier!"

Der Internetsurfer war aus seiner Wohnung gekommen und stand hinter mir.

"Doch", antwortete ich. "Eigentlich sollte das gestern schon stattfinden, aber da haben sie's abgesagt, wegen Wind."

So wie es begonnen hatte, endete es, ohne Ankündigung, ohne Kommentar. Nach der letzten Rakete blicke noch einen Moment zum Lousberg, vielleicht kam ja noch eine. Dann stieg hinunter in meine Wohnung.
Ormek - 5. Sep, 13:56

Tolles Feuerwerk

Ich hab' es nicht selbst gesehen, aber Deine Beschreibung im dritten Absatz ist toll. Wirklich sehr schöne Bilder die Du malst.

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Sarahs Schreiballerei

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Zuletzt aktualisiert: 25. Aug, 23:31

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